English version

Siargao sunrise best
Siargao: Meiner Meinung nach der absolute Spitzenreiter unter den philippinischen Inseln.
Cloud9 ist die bekannteste Welle der Philippinen und am besten im September/Oktober, wenn die internationalen Surfcracks sich hier messen.


Die grösste Welle, die der Gino, der Assistant Hotel Manager von Alon Surf Resort gesehen hat, habe in der Höhe bis zum 2. Deck der Aussichtsplattform gereicht (selbstverständlich bricht sie aber vor der Plattform 🙂 Ein ausländischer Surfer habe bei einem lokalen Laden ein Brett mieten wollen, um diese Welle zu reiten. Der Vermieter habe ihm dann gesagt, er müsse es ihm bezahlen, wenn es beim Wellenreiten kaputtgehen sollte.
Naja, nach der 5. Welle hätte der Kerl dann die Geldbörse zücken müssen, aber es sei es wert gewesen!


Es gibt noch viele andere Surfspots (von der Cloud9 werde ich wohl ein Leben lang nur träumen können), viele sind aber ‘geheim’. Aber mit den Botiti Boys Surf Co. Surflehrern findet man den Weg auch dahin – nach einer 40-minütigen Fahrt auf dem Rücksitz eines Töffs, die Surfboards auf der Seite des Töffs angeschnallt 🙂
Siargao surf spot 2


Ja, das Surfen hat mächtig Spass gemacht. Ich habe zwar trotz Rash Guard ‘Kampfspuren’ an beiden Knien und Ellbogen und empfindliche Stellen an Rippen und Hüften, aber so what!?!
Siargao airport
Gemäss nicht verifizierten Aussagen verfügt die Insel erst seit 2013 über einen Flughafen und erst seit 2 Jahren wird die Insel von verschiedenen Destinationen angeflogen und nicht nur aus Cebu.
Vor 10 Jahren gab es noch keine modernen Teerstrassen. Talentierte Surfer können nur an internationalen Wettbwerben teilnehmen, wenn sie einen Sponsor finden, der ihnen die Reisekosten bezahlen kann, denn die meisten Einwohner haben noch nicht viel Geld.
Ein solcher Sponsor teilt mir mit, dass er auch andere Auslagen trägt. Viele Inseleinwohner hätten keine Geburtsdokumente und für die Beantragung eines Passes, damit überhaupt gereist werden kann, benötigt man diese. Bis dann all die wichtigen Daten für eine Geburtsurkunde zusammenkommen, ginge einiges Geld drauf.


Bei all dem Fortschritt hoffe ich jedoch, dass der aufblühende Tourismus das Leben der Einwohner nicht negativ beeinflusst, denn das Leben ist nicht nur dann ‘gut’ oder ‘lebenswert’, wenn es nach westlichem Standard läuft.
Es gab keinen Tag während meiner Philippinen-Reise, an dem ich nicht entweder jemanden vom Service-Personal, einen Jeepney-Fahrer oder Surf Guide singen oder eine Melodie summen gehört habe während der Arbeit. Und wenn das nicht ein Zeichen eines erfüllten Lebens ist, was denn?!!
Siargao endlich angekommen
Ich bin gemäss Aussage einiger Einwohner nicht die einzige Touristin, die sich während des Besuches fragt, ob es uns Westlern nicht auch gut tun würde, wenn wir uns eine Scheibe der Lebenseinstellung von hier abschneiden würden.

Siargao surf teacher Mark
Unser Surfguide Mark

Unser Surfguide Mark ist für mich das beste Beispiel: er hat immer ein Lachen auf dem Gesicht, ist immer guter Laune und freundlich zu allen; Kollegen, Freunden und Touristen. Er hilft auch immer wieder anderen Surfern mit seinem Wissen aus – ich verbringe ja eh viel Zeit damit, nach dem Wellenritt wieder nach draussen zu paddeln und manchmal muss ich wegen zu wenig Kraft in meinen Armen Forfait geben und eine Auszeit nehmen.
Als ich ihn frage, wieso er nie einen schlechten Tag hat, sagt er, er habe schliesslich keine Probleme. Was mich unweigerlich zur Frage führt, welche Probleme ich denn habe? Zuviel Denken und nicht im Moment leben. Alles andere sind vielleicht Herausforderungen, that’s it!
Ich wünsche mir, dass ich dieses Wissen auch im Alltag zu Hause nicht vergesse!


Die Einwohner vom Siargao lernten früh, dem Thema Nachhaltigkeit Wichtigkeit beizumessen. In keinem Laden gibt es Plastiksäcke, die Strohhalme sind entweder aus Bambus oder Karton und es gibt viele Umweltschutz-Projekte, die Touristen sowie Einheimische sensibilisieren.
Ich habe soeben einen Blog gelesen zum Thema Abfallentsorgung – viel Recyclinggut aus westlichen Nationen wird in asiatische Länder exportiert (ein kurzfristig gesehen ertragreiches Geschäft für die Asiaten), wo jedoch oftmals dieser Rohstoff nicht recycelt, sondern illegal ins Meer entsorgt wird oder ohne Abgasfilter verbrannt.
Anstatt mich darüber zu ärgern – was ja eh niemandem hilft – habe ich beschlossen, dass ich inskünftig bei mir zu Hause einen Effort machen will, Plastik wenn möglich zu meiden. Denn wenn das Recycling oftmals tatsächlich so abläuft, dann kannn ich mein Gewissen nicht mit den recycelten PET-Flaschen beruhigen.


Nun, die letzten vier Wochen in den Philippinen waren so ausgefüllt mit Aktivitäten, neuen Eindrücken und interessanten Begegnungen, dass ich meinen Blog leider nicht a jour halten konnte. Und da ich es kaum erwarten kann, nach meiner Rückkehr in die Schweiz mein nächstes Projekt – die Veröffentlichung meines ersten Buches “Projekt Sinnlos” – in Angriff zu nehmen, hier alles andere in abgekürzter fotografischer Form:

Lake Taal:
Lake Taal - von oben


Besuch der Ortschaft Tagaytay, um zum Krater im Krater zu gelangen. Leider ist die Überfahrt mit Boot und Aufstieg mit Pferd zum Krater zu solch einem überkommerzialisierten Geschäftsmodell der Einheimischen geworden, dass es nicht mehr wirklich schön ist.


Zum Glück unser erstes und einziges solches Erlebnis in den Philippinen. Und vielleicht haben wir auch einfach nur den falschen Anbieter erwischt.

San Juan, La Union:


Surferstädtchen für Beginner. Die Wellenhöhe variierte an den 5 Tagen, die wir dort waren, extrem. An 2 Tagen hatte es praktisch keinen Wellengang. An 2 Tagen hatte es gute Wellen, aber ich glaube, wenn man nicht wirklich das allererste Mal auf dem Brett steht, dann würde ich die Wellen in Siargao empfehlen. Aber San Juan ist definitiv ein toller Ort mit Bars und guten Restaurants und Surfvibe!

Banaue & Batad:
banaue rice terraces
Schon im 2004 war ich hier. Einiges hat sich verändert, aber eigentlich im nachhaltigen Stil. Mein Gedächtnis hat allerdings schwer gelitten. In Batad habe ich gemäss Aussagen meines ehemaligen Partners den Wasserfall…
Banaue wasserfall
…auch besucht, zu dem man jehnste Höhenmeter hinunter und wieder hinauf laufen muss. Da man schon für den Besuch ‘nur’ der Reisterrassen etliche Treppen steigt (und ausserdem in ungewohnt steiler Form)…


…haben unsere Ober- & Unterschenkelmuskeln nach dem Ausflug so geschmerzt (3 Tage lang), dass ich felsenfest davon überzeugt war, den Wasserfall beim letzten Mal ausgelassen zu haben – denn an einen solchen Muskelkater würde ich mich definitiv erinnern.


Naja, könnte sein, dass ich vor 15 Jahren besser in Form war und entsprechend vielleicht keinen solchen Muskelkater hatte??!!

Donsol: Walhaie, Riffhaie und sonstige Unterwassertiere…

 

 


Fahrten in den Philippinen:

English version:

Siargao – and all the my other stops in the Philippines

Siargao sunrise best
For me, Siargao tops it all – well, of what I have seen of the Philippines so far anyway!
Siargao’s Cloud 9 is the most well-known surf spot in the Philippines where international cracks compete.


The biggest wave that Gino, Alon Surf Resort’s assistant hotel manager, has seen had reached the height of the second level of the observation deck platform (of course, the wave breaks well before reaching the platform). He tells me that a foreign surfer wanted to ride the wave. When said foreigner wanted to rent a board for said endeavour he was told he’d have to buy the board if he broke it while tackling that huge wave.
Well, after the fifth wave the guy had to settle the bill, but said it was well worth it!


There’s obviously many other surf spots (to ride Cloud 9 will probably forever stay a dream of mine), but lots of the good spots are ‘secret’. But when you hire a surf guide from the Botiti Boys Surf Co., they’ll get you there – after a 40 minute drive on the back of a motorbike with the surfboards attached to the side 🙂
Siargao surf spot 2


Even though I wore a rash guard all the time, I still ended up with elbows and knee caps rubbed raw and many sore spots in other places, but it was totally worth it and a hell of a lot of fun!!
Siargao airport
According to non-verified comments by locals, the island’s airport was built in 2013 and only since 2017, there are more destinations than just Cebu. Ten years ago, there were no modern tar roads in place.
Even now, talented surfers can only participate in international contests if they find a sponsor who pays their travel expenses. Many locals don’t yet have enough money otherwise.
One of said sponsors tells me that there’s more than just travel expenses to be considered. Many islanders do not have official birth certificates. And to get a passport – so that you can actually leave the country to compete internationally – you have to provide a birth certificate. To go through all the motions to get the data for said documentation, costs a lot of money, too. Which is borne by the sponsor as well.


With all the rapid progress I hope that the blooming tourism will not impact the islanders’ lives negatively, because life is not only worth living if it goes according to Western standards. I’ve come to appreciate the Filipinos. More than a few times a day have I come across a surf guide, service personnel or tricycle driver who sings while working. And if that is not a sign of living a good life, then what is??!
Siargao endlich angekommen
I’m certainly not the only tourist questioning the Western way of living and being in some way. Maybe, we’d do well to remember the simple life once in a while.

Siargao surf teacher Mark
Our Surf Guide Mark

Our surf guide Mark is one of the most wonderful examples: he always has a smile on his face, he’s always good-natured and friendly with everyone, colleagues, friends and tourists. And he frequently helps out other surfers with his knowledge – I’m spending so much time paddling back out to the surf spots after riding a wave that he has more than enough time for that.
When I ask him why he never has a bad day, he answers, “Because I have no problems, do I?” Which leads me to the question what problems I have? Probably too much thinking and not enough living in the moment, both of which don’t qualify as problems. And all the other things are more challenges than real problems anyway.
I hope that I won’t forget about that when I’m back in Switzerland!


The locals of Siargao learned early to pay attention to the importance of sustainability. Shops don’t give you plastic bags, they give you paper bags. Drinking straws are either made of bamboo or paper and there are many environmental projects to educate both tourists and locals.
Just this morning I have read a blog about plastic trash – a lot of recycling of the Western nations end up in Asian countries (importing plastic is a lucrative business – if you don’t consider the environment and the health of your people). A lot of times this plastic isn’t being recycled, but burned without proper exhaust filters or illegally disposed of in the sea or uninhabited areas.
Instead of getting angry about something I cannot control – it won’t help anything or anyone anyway – I have decided to make even more of an effort to reduce plastic when I’m back at home.
If this is what happens with recycling, then I cannot use PET bottles with a clear conscience.


Well, these last four weeks in the Philippines have been filled with so many activities, new impressions and interesting conversations with interesting people that I simply could not keep up with my blog. And since I cannot wait to launch my next project – going public with the German version of my debut novel “The Senseless Project” – when I’m back in Switzerland, the rest of my Philippine experience in short:

Lake Taal:
Lake Taal - von oben


Visit of of the village Tagaytay from where we visit the crater in the crater. For my taste though, the trip from the shore of lake Taal by boat and then up the island by horseback has become a much too over-commercialised business model of the locals. The nature is beautiful, but the trip more of a hassle. Fortunately, it was the first and only such incident during my 40 days in the Philippines.


And maybe we really just picked the worst trip provider.

San Juan, La Union:


Surfer village for beginners. The height of the waves during our 5 day visit varied a lot! On 2 days, there were literally no waves and on 2 other days, they were decent. However, if you are not standing on the surf board for the very first time, I’d opt for the waves in Siargao. But San Juan is definitely a cool place with bars and restaurants and a great surf vibe!

Banaue & Batad:
banaue rice terraces
I have been here before, in 2004 to be exact. Many things have changed, but I dare say in a sustainable way. On the other hand, my memory has suffered. According to my former travel companion, we did visit the waterfall in Batad…
Banaue wasserfall
…back in 2004, where you have to go down and back up a considerable amount of stairs – way too many in my opinion! And as there’s so many steps to go up and down just visiting the rice terraces alone (and the height of the steps of these stairs is just abnormal!)…


…my lower and upper calf muscles were so extremely sore afterwards (and for 3 days more) that I was sure I hadn’t been to Batad’s waterfall before. Or that I would definitely remember having such sore muscles. Well, maybe I was just in much better shape 15 years ago and didn’t have such memorably sore muscles??!!

Donsol: Whale sharks, Reef sharks and other underwater creatures…

 

 

 


Driving in the Philippines:

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