English version

Meine Highlights in Carabao Island?

– Ohne Zweifel sind das die wundervollen und lieben Menschen der Insel und des Hotels! Obschon es etwas gewöhnungsbedürftig ist von allen als “Ma’am” angesprochen zu werden. Aber so wird man als Ausländer zumindest von Service-Personal immer angesprochen. Ich erinnere mich noch daran, dass mein Onkel Hansruedi, der bis 2006 auf den Philippinen wohnte, von seinen Angestellten in den Hotels in Angeles City immer “Sir John” genannt worden ist – obwohl ich ziemlich sicher bin, dass die Königin von England ihm keinen solchen Titel verliehen hat ☺️


– Es ist zwar erst mein zweiter Tag auf der Insel und schon werde ich eingeladen an eine Kindergeburtstagsparty. Und das schlicht, weil die Frau, die mich mit dem Motorrad zum auf der anderen Seite der Insel gelegenen Bancomat fährt, um meine Bargeld-Situation zu verbessern*, mich zu mögen scheint. Ich stelle zwar erst gegen Ende des Festes fest, dass sie mich für meinen Geschmack wohl zu fest “mag”, denn als ich sie frage, ob sie einen Freund habe, antwortet sie, dass sie nicht auf Männer stehe… Nach einer etwas unangenehmen Pause sagte ich, dass ich jedoch auf Männer stehe. Naja.
Aber zurück zur Party: es ist das erste mal, dass ich einen Priester an einer Geburtstagsparty ein Gebet aufsagen sehe (85% der Filipinos sind Christen und Gott ist in deren Leben ein fester Bestandteil – sogar mein Surflehrer in Siargao bekreuzigt sich jeweils, bevor er aufs Motorrad steigt). Es ist etwas peinlich, als ich die absolut Letzte bin, die sich vom Stuhl erhebt, nachdem der Priester in Tagalog (philippinische Sprache) fürs Gebet dazu aufgefordert hat. Aber ehrlich, hätte meine Begleitung mir das nicht vorher sagen können? Auch wenn Tagalog aufgrund der spanischen Kolonialisierung einige spanische Wörter enthält, verstehe ich diese Sprache trotzdem nicht.

Was anscheinend an keiner Party fehlen darf ist ‘Lechon’, ein gebratenes Schwein. Und obwohl ich nicht wirklich darauf stehe, gekochte Tiere mitsamt Kopf, Augen und Pfoten zu sehen – ich weiss schon, dass es keinen Unterschied macht, ob es noch ‘ganz’ ist oder in kleine Portionen abgepackt im Supermarkt gekauft wird, aber es fühlt sich für mich trotzdem speziell an –  probiere ich trotzdem vom Fleisch und es ist wirklich lecker. Wie schon in China werde ich von den Kindern an dieser Party ziemlich oft beäugt und manchmal auch geradewegs angestarrt, aber für einige davon bin ich schliesslich die erste Weisse, die sie aus der Nähe sehen und Hallo sagen können. Wie es mir wohl ergehen wird, wenn ich zurück in der Schweiz bin und einfach ein weiterer Schweizer unter allen anderen, keines Blickes mehr würdig??! ☺️

– Vier Stunden bevor das Boot mich abholen kommt, um mich zurück nach Caticlan zu bringen (das private Boot geht direkt vor dem Hotel ab, so dass ich nicht noch mit dem ganzen ‘Baggage’ auf dem Rücksitz eines Motorrads quer über die Insel fahren muss, und auf der Westseite der Insel hat es ausserdem weniger Wellengang), überzeugt mich die Tante eines Mitarbeiters, dass ich doch unbedingt noch einige Orte der Insel sehen müsse. Denn während meiner Zeit hier habe ich mich eher aufs Lesen und Nichtstun konzentriert. Es ist zwar super-spontan, aber Lynn Condez insistiert, also klettere ich auf ihren Rücksitz und lasse mir von ihr die schönsten Spots Carabaos zeigen. Und ja, es ist es mehr als wert!!

Was ich beim nächsten Aufenthalt nicht mehr erleben möchte?

– Dass ein solch kleines Tier wie eine Ameise mich dazu zwingt, ins untere Zimmer der Lighthouse Suite zu dislozieren. Aber scheinbar lieben die das philippinische Kokosöl, das ich als Hautcreme verwende, noch mehr als sogar ich. Sie finden ihren Weg in mein Zimmer, krabbeln die Vorhänge hoch zum Holzgestell und anschliessend direkt in meine geöffnete Koffer. Wenig appetitlich. Aber was ich dazu sagen muss; es vergehen keine fünf Minuten, nachdem ich bei der Rezeption um Abhilfe gebeten habe, und schon stehen 4 Mitarbeiterinnen des Hotels in meinem Zimmer und nehmen mein ganzes Gepäck auseinander, putzen alles fein säuberlich und waschen sogar noch meine gebrauchte Wäsche. Service par excellence!

*klappte übrigens nicht mit dem Bancomaten. Tipp: Unbedingt immer genügend Cash mitnehmen auf kleine philippinische Inseln, denn oftmals können Ausländer dort kein Geld beziehen!! Es sei denn, man möchte während den Ferien sparen…

English version:

Carabao Island

What I liked most about Carabao Island?


– The lovely people of the town and the hotel! Though it feels a bit strange for me to be referred to as “Ma’am” by everyone at the hotel, it’s just the way Filipinos address you. I recall from my last trip to the Philippines in 2004 that my uncle who lived here was being referred to as “Sir John” (Hansruedi☺️) though I’m pretty sure he never got the British knighthood!


– To be able to experience a real kids’ birthday party the second day there just because the lady who drove me across the island to withdraw cash* seemed to like me! First time I saw a priest give a sermon at a birthday party (mind you, 85% of Filipinos are Christians and God is a big part of their life – even my surf teacher in Siargao makes the sign of the cross before getting on his motorbike). Of course it was a bit embarrassing that I was the last to get up from the chair to join the prayer, but the lovely lady could have given me the heads up, right??!


Another thing that needs to be present at every birthday party is a ‘Lechon’, aroasted pig. Though I’m not that fond of seeing dead animals in their entirety (I know, hippocrite, because I have no issues seeing it cut and ready to grill when I buy a couple of Schnitzel in the grocery store), I have to admit that I tried some of the meat and that as well as the other food at the party was delicious. I once more got quite a few stares from the children and youngsters since I was the first foreigners for some of them. How will I fare back in Switzerland when I’m just another Swissie, not worth the stare?!

– To get carted off – 4 hours before I am due to embark the boat back to Caticlan – by the aunt of a friendly waiter to see all the best spots of the island which I hadn’t seen by then (I slacked a bit on the experiencing/travel side of things during my stay, but focused on some overdue soulsearching in Lanas. But Lynn Condez wasn’t gonna have that, so at 10am I’m climbing on the back of her motorcycle for a shoe around Carabao Island. Love her spontaneity, it was unexpected and really great!!

What I didn’t like about my stay?

– That such a small animal as an ant actually had me relocating to the lower floor of the lighthouse suite. But they were so fond of the Philippine coconut oil I use for skin care that they found their way into the top room, up the window curtain, on the wood table shelf, into the midst of my opened suitcase. But please note that not five minutes passed between me looking for help by the reception that no less than 4 employees rolled back their sleeves and took out every item in that room and also my suitcase, cleaned it and brought it down into the new room. They even washed my dirty laundry for free.

– That you cannot withdraw cash on the island as a foreigner. However, it made me spend less money than I would’ve otherwise and I remembered that particular fact for the rest of my trip. And not having money in Siargao would’ve sucked so much more because in contrast to Siargao, Carabao had no bars to hang out or things to buy and I’m pretty sure that the ATMs on other smaller islands operate the same way.

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